Katatonisch klackerndes Kleingeld klimpert in klobigen Händen mit künstlichen Enden an der Kasse des Kaufmannsladen.
Ein pfeifendes Piepsen versetzt sichtliche Stiche. Jeder Ton tötet die Rente ein Stück. Lässt Lieder leidend zappelnd und Finger zittrig zuckend zurück.
Was man alles sieht, wenn man mal hinguckt.
21:52 Uhr. Frisch aufbackendes Brot brütet auf borstigen Brettern brisant beständig dem Eimer entgegen. Bekloppt.
Eine Bäckereifachverkäuferin verkauft dezidiert delikate Brötchen aus einem diabolisch dampfenden Ofen. Er bezahlt, steckt das Wechselgeld ungezählt zurück ins Portmonee, schüttelt alles an seinen Platz und geht. Ohne Brötchen.
Durch Zucker flackernde Augen zwingen die zynisch zischende Mutter zur kindlichen Zwischenmahlzeit. Sie gibt auf und klein bei. Fühlt sich schlecht, aber frei.
In Preise vergleichender Weise gleitet geiziges Glitzern gezielt durch Regale. Packt alles an und an und an und an und doch nicht ein.
Zwei zerbrechlich wirkende Zeitzeugen des zweiten Zerwürfnis deutscher Geschichte schieben scheinbar lethargisch den Halt vor sich her. Das tut ganz schön weh. Aber ohne geht es nicht mehr.
Was man alles sieht, wenn man mal hinguckt...
